In der Schlacht von Zumail wurde eine Armee von rund 5.000 christlichen Arabern durch rund 15.000 muslimische Araber des Heerführers Khalid ibn al-Walid angegriffen. Der Überraschungsangriff erfolgte nachts aus drei Richtungen gleichzeitig, ein gewagtes Unterfangen. Die Truppen von Khalid ibn al-Walid machten keine Gefangenen und die eingekesselte Armee wurde bis auf wenige Überlebende massakriert.
Mohammed nannte Khalid ibn al-Walid „Saifu-llah“ (Schwert Allahs).
Kalif Abu Bakr, der Nachfolger Mohammeds, sagte über Khalid ibn al-Walid: „Khalid ist das Schwert Allahs. Dieses Schwert hat Ungläubige wie ein Blitz getroffen.“
Auf dem Sterbebett sagte Khalid ibn al-Walid: „Ich habe an mehr als 100 Schlachten teilgenommen; und da sterbe ich auf meinem Bett, wie wenn ein Kamel stirbt.“
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Alexandria war nach Konstantinopel und neben Antiochia am Orontes die bedeutendste Stadt des Oströmischen Reiches. Als während der Eroberung Ägyptens (639 n.Chr. – 642 n.Chr.) auch Alexandria im Jahr 642 n.Chr. durch den Kalifen Umar ibn al-Chattab erobert wurde, soll er befohlen habe, alle noch vorhandenen Bücher in der ehemaligen weltberühmten Bibliotheksstadt zu vernichten. Die Stadt selbst wurde durch die Eroberung schwer beschädigt und versank während der muslimischen Herrschaft in der Bedeutungslosigkeit.
Die Schlacht bei Nehawend im Jahr 642 n.Chr. besiegelte mit dem Sieg der muslimischen Tuppen über die Perser das Ende des Sassanidenreichs.
Nach ständigen Angriffen der Araber in das persische Kernland wollte der persische Heerführer Yazdegerd eine Entscheidung gegen die Araber herbeiführen. Auf persischer Seite standen vermutlich rund 40.000 Soldaten den 60.000 muslimischen Kämpfern gegenüber. Nach wenigen Tagen war die die persische Armee vernichtend geschlagen. Und auch wenn die Verluste auf muslimischer Seite enorm gewesen sein müssen: das Ende des Sassanidenreichs war mit dieser Schlacht endgültig besiegelt worden. Bis 651 n.Chr. fiel das zweite persische Grossreich ohne weitere nennenswerte Gegenwehr vollständig in die Hände der Muslime.
Ein muslimisches Heer belagerte 637 n.Chr. das bis dahin zum christlichen byzantinischen Reich gehörende Jerusalem. Als der Patriarch Sophronius die Hoffnung aufgeben musste, die Stadt noch halten zu können, kapitulierten Jerusalem unter der Bedingung, dass die Christen die Stadt unbehelligt verlassen durften.
In römischer Zeit war die Stadt mit fast 50.000 Einwohnern eine der fünf wichtigsten Städte des römischen Reichs. In der St.-Petrus-Grotte versammelte sich die erste christliche Gemeinde um Paulus, Barnabas, Petrus und dann um die ersten Bischöfe der Stadt. Der Apostel Paulus predigte zum ersten Mal in einer Synagoge, hier wurden die Jünger Christi erstmalig Christen genannt. Die rhetorischen Schulen Antiochias zählten im 4. Jahrhundert neben den Schulen Athens, Alexandrias und Konstantinopels zu den führenden des (Ost-) Römischen Reiches.
Antiochia wurde, je nach Quellenlage, zwischen 638 n.Chr. und 641 n.Chr. durch die Araber erobert. Mit der Eroberung durch den Islam versank Antiochia zunächst in der Bedeutungslosigkeit.
Im Jahr 1098 wurde Antiochia durch Kreuzfahrer zurückerobert und blieb bis 1268 in christlicher Hand. Die Stadt erblühte erneut und wurde zur Hauptstadt des unabhängigen Fürstentums von Antiochien.
Nach der endgültigen Eroberung 1268 durch Mameluken unter Sultan Baibars wurde die Stadt zerstört, die christlichen Einwohner wurden entweder getötet oder versklavt. Die Anzahl der Sklaven muss so hoch gewesen sein, dass der Preis für christliche Sklaven deutlich nachgab. Die Stadt selbst versankt nun endgültig in der Bedeutungslosigkeit.
Am 20. August 636 fand die Schlacht am Jarmuk (oder Yarmuk) im heutigen Jordanien statt. Die Oströmer, deren arabische Verbündete wahrscheinlich zu Beginn des Gefechts zu den Moslems überliefen, wurden entscheidend geschlagen. Das bislang christlich-römisch bestimmte Schicksal Syriens und Palästinas war damit besiegelt. In der Folge zogen sich die oströmischen Armeen nach Kleinasien zurück.
Die islamische Expansion hatte einen ersten entscheidenden Sieg errungen während die vorherigen kriegerischen Landnahmen eher unbedeutend waren.
Der arabische Sieg am Jarmuk brachte das Ende des römischen Orients, der 700 Jahre lang Teil des Imperium Romanum gewesen war.
Die Schlacht von Kadesia (auch Kadisiya oder Qadisiyyah) im Jahre 636 (nach anderen Quellen 637) war neben der Schlacht am Jarmuk einer der Meilensteine im Rahmen der islamischen Expansion. Der Sieg der Muslime über die Perser ermöglichte die Besetzung Mesopotamiens durch die Araber und war eine Voraussetzung für den Sieg in der Schlacht bei Nehawend, der das Schicksal des persischen Sassanidenreiches endgültig besiegelte. Der Heerführer der Perser wurde im Kampf überwältigt und geköpft. Ein ähnliches Schicksal erwartete auch seine Soldaten: Wer nicht fliehen konnte wurde getötet. Die Muslime machten in dieser Schlacht laut übereinstimmenden Quellen keine Gefangenen.
Die so genannten Ridda-Kriege (Ridda = “Abfall vom Islam”) führte Mohammeds Nachfolger Abu Bakr gegen diejenigen Beduinenstämme, die sich nach dem Tod Mohammeds nicht mehr an den Islam gebunden fühlten und keine Steuern mehr zahlen wollten. Die von Abu Bakr errungenen Siege brachten die Einheit der nun zwangsislamisierten arabischen Beduinenstämme, die später dann für die Eroberungsfeldzüge gegen Byzanz und das Persische Reich nötig waren. Auch wenn der Koran selbst eigentlich die Zwangsislamisierung verneint kann man wohl davon ausgehen, dass den besiegten Beduinenstämmen nur die Wahl zwischen Islam und Tod gelassen wurde.
Zwischen 622 n.Chr. und 632 n.Chr. führte der Prophet der “Religion des Friedens” persönlich 27 Kriegszüge an. Weitere 47 Kriegszüge führten Heerführer Mohammeds durch. Mohammed starb 632 n.Chr. und sein Reich umfasste zu diesem Zeitpunk die arabische Halbinsel bis etwa zum 30. Breitengrad.
Über die letzten Kriegszüge der Muslime zu Mohammeds Lebzeiten ist wenig bekannt, allerdings existieren zwei Suren mit einem direkten Bezug zu den beiden letzten Schlachten.
Der Stamm der Hawâzin konnte bei einer Schlacht auf dem Weg nach al-Ta’if scheinbar nur knapp besiegt worden. In Sure 9, Vers 25-26 heißt es dazu: „Gott hat euch (doch) an vielen Orten zum Sieg verholfen, (so) auch am Tag von Hunain, (damals) als eure (große) Menge euch gefiel (und euch selbstsicher machte). Sie half euch aber nichts, und euch wurde angst und bange. Hierauf kehrtet ihr den Rücken (um zu fliehen). Dann sandte Gott seine Sakina auf seinen Gesandten und auf die Gläubigen herab, und er sandte (zu eurer Unterstützung) Truppen, die ihr nicht sahet (vom Himmel) herab und bestrafte die Ungläubigen. Das ist der Lohn derer, die ungläubig sind.“
Ein weiterer Vorstoss muslimischer Einheiten erfolgte bis Tabuk an der Grenze des Byzantinischen Reiches. Dieser fehlgeschlagene Beutezug fand seinen Niederschlag im Koran ebenfalls in der 9. Sure: „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott und den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Gott und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angehören – von denen, die die Schrift erhalten haben – kämpft gegen sie bis sie kleinlaut aus der Hand Tribut entrichten!“
Diese Sure rechtfertig bis zum heutigen Tag die Gewaltanwendung gegen Ungläubige und Schriftbesitzer (Juden und Christen) denen nur die Wahl bleibt zwischen Tod, Konvertierung oder Tributzahlung.