Konstantinopel (heute: Istanbul) wurde von Griechen um 660 v. Chr. als Byzantion gegründet und 326 n. Chr. in Konstantinopel umbenannt. In der Spätantike und im Mittelalter war Konstantinopel die Hauptstadt des Oströmischen Reichs. Militärisch galt Konstantinopel lange Zeit als uneinnehmbar und wurde als die stärkste Festung der Welt betrachtet.
Die Araber belagerten Konstantinopel insgesamt drei Mal: von 668 n.Chr. bis 669 n.Chr., von 674 n.Chr. bis 678 n.Chr. und schließlich von 717 n.Chr. bis 718 n.Chr. Alle drei Belagerungen scheiterten. Vorallem die letzte Belagerung war für die muslimischen Angreifer verheerend, da die arabische Flotte, fast 1.800 Schiffe, nahezu vollständig zerstört wurde. Die Seeherrschaft im Mittelmeer war damit beendet. Historiker gehen davon aus, dass 130.000 bis 170.000 Araber bei der Belagerung ihr Leben verloren. Von diesem Rückschlag konnten sich die Araber jahrzehntelang nicht erholen.
Die islamische Expansion in Richtung Europa wurde durch die erfolgreiche Verteidigung Konstantinopels aufgehalten und war daher von ausserordentlich wichtiger geschichtlicher Bedeutung. Es wird vermutet, dass im Falle des Sieges der arabischen Angreifer der Weg des Islam in´s Herz des christlichen Europas frei gewesen wäre.
Caesarea erhielt seinen Namen zu Ehren des römischen Kaisers Oktavius Augustus. Seit dem Jahre 6 n.Chr. war die wohl geplante Stadt Sitz der römischen Prokuratoren. Im 3./4. Jh. lebten in Caesarea Heiden, Samaritaner, Juden und Christen einträchtig nebeneinander. Ende des 6. Jahrhunderts wurde Caesarea befestigt und zur grössten befestigten Stadt des Landes. Caesarea wurde zwischen 634 n.Chr. und 640 n.Chr. mehrfach durch Araber angegriffen. Nach der Eroberung durch die Araber (640 n.Chr.), die während und nach der Belagerung der Stadt mehrere tausend Einwohner töteten, verlor Caesarea an politischer und wirtschaftlicher Bedeutung und blieb nur noch ein kleiner unbedeutender Ort. Ein weiteres blühendes Kulturzentrum verschwand vom Erdboden.
Alexandria war nach Konstantinopel und neben Antiochia am Orontes die bedeutendste Stadt des Oströmischen Reiches. Als während der Eroberung Ägyptens (639 n.Chr. - 642 n.Chr.) auch Alexandria im Jahr 642 n.Chr. durch den Kalifen Umar ibn al-Chattab erobert wurde, soll er befohlen habe, alle noch vorhandenen Bücher in der ehemaligen weltberühmten Bibliotheksstadt zu vernichten. Die Stadt selbst wurde durch die Eroberung schwer beschädigt und versank während der muslimischen Herrschaft in der Bedeutungslosigkeit.
Ein muslimisches Heer belagerte 637 n.Chr. das bis dahin zum christlichen byzantinischen Reich gehörende Jerusalem. Als der Patriarch Sophronius die Hoffnung aufgeben musste, die Stadt noch halten zu können, kapitulierten Jerusalem unter der Bedingung, dass die Christen die Stadt unbehelligt verlassen durften.
In römischer Zeit war die Stadt mit fast 50.000 Einwohnern eine der fünf wichtigsten Städte des römischen Reichs. In der St.-Petrus-Grotte versammelte sich die erste christliche Gemeinde um Paulus, Barnabas, Petrus und dann um die ersten Bischöfe der Stadt. Der Apostel Paulus predigte zum ersten Mal in einer Synagoge, hier wurden die Jünger Christi erstmalig Christen genannt. Die rhetorischen Schulen Antiochias zählten im 4. Jahrhundert neben den Schulen Athens, Alexandrias und Konstantinopels zu den führenden des (Ost-) Römischen Reiches.
Antiochia wurde, je nach Quellenlage, zwischen 638 n.Chr. und 641 n.Chr. durch die Araber erobert. Mit der Eroberung durch den Islam versank Antiochia zunächst in der Bedeutungslosigkeit.
Im Jahr 1098 wurde Antiochia durch Kreuzfahrer zurückerobert und blieb bis 1268 in christlicher Hand. Die Stadt erblühte erneut und wurde zur Hauptstadt des unabhängigen Fürstentums von Antiochien.
Nach der endgültigen Eroberung 1268 durch Mameluken unter Sultan Baibars wurde die Stadt zerstört, die christlichen Einwohner wurden entweder getötet oder versklavt. Die Anzahl der Sklaven muss so hoch gewesen sein, dass der Preis für christliche Sklaven deutlich nachgab. Die Stadt selbst versankt nun endgültig in der Bedeutungslosigkeit.
Im Jahr 630 n.Chr. eroberte Mohammed (unter Bruch des Vertrages von 628 n.Chr.) seinen Geburtsort Mekka. Nach dem Versprechen, die Bewohner zu schonen, wurde ihm die Stadt durch Abu Sufyan übergeben (laut Überlieferung verlief die Eroberung Mekkas nahezu ohne Gewalt. Nur 28 Mekkaner wurden getötet. Man sollte jedoch nicht unerwähnt lassen, dass Mohammed nach der Eroberung der Stadt mehrere Mekkaner hinrichten ließ, die gegen ihn gespottet hatten).
Man kann aber annehmen, dass die Bewohner Mekkas nur die Wahl zwischen dem Tod, der Vertreibung oder dem Bekenntnis zum Islam hatten. Abu Sufyan, der Führer der Mekkaner und bis dato ein entschiedener Gegner Mohammeds, entschied sich für den Islam und gegen Tod und Vertreibung.
Sure 2, 256 [Paret]
„In der Religion gibt es keinen Zwang“