Archiv für die Kategorie 'Schlachten'

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Eroberung von Mekka (630 n.Chr.)

Im Jahr 630 n.Chr. eroberte Mohammed (unter Bruch des Vertrages von 628 n.Chr.) seinen Geburtsort Mekka. Nach dem Versprechen, die Bewohner zu schonen, wurde ihm die Stadt durch Abu Sufyan übergeben (laut Überlieferung verlief die Eroberung Mekkas nahezu ohne Gewalt. Nur 28 Mekkaner wurden getötet. Man sollte jedoch nicht unerwähnt lassen, dass Mohammed nach der Eroberung der Stadt mehrere Mekkaner hinrichten ließ, die gegen ihn gespottet hatten).
Man kann aber annehmen, dass die Bewohner Mekkas nur die Wahl zwischen dem Tod, der Vertreibung oder dem Bekenntnis zum Islam hatten. Abu Sufyan, der Führer der Mekkaner und bis dato ein entschiedener Gegner Mohammeds, entschied sich für den Islam und gegen Tod und Vertreibung.

Sure 2, 256 [Paret]
„In der Religion gibt es keinen Zwang“

Geschrieben von Claus am 7. Mai 2008 | Abgelegt unter Islamische Expansion, Schlachten, Städte | Keine Kommentare

Schlacht bei Muta (629 n.Chr.)

Im Jahr 629 n.Chr. greifen rund 3.000 Muslime im Auftrag Mohammeds die byzantinische Garnison bei Muta an. Aus dieser ersten Schlacht der Muslime gegen das byzantinische Reich entwickelte sich eine katastrophale Niederlage, da der oströmisch-/ byzantinischer Kaiser Herakleios den Angreifern überraschenderweise ein großes Heer entgegenstellen konnte (muslimische Quellen sprechen von 200.000 Mann, was aber stark angezweifelt werden muss.)

Geschrieben von Claus am 7. Mai 2008 | Abgelegt unter Islamische Expansion, Schlachten | Keine Kommentare

Massaker an den Banu Quraiza (ca. 627 n.Chr.)

Der Angriff auf die Festung der Banū Quraiẓa (einer der drei wichtigsten jüdischen Stämme in Medina) war militärisch nicht besonders bemerkenswert, ist aber gut dokumentiert und damit interessant für die damalige Vorgehensweise Mohammeds und seiner Truppen.

Nach dem Beginn der Belagerung der Festung der Banū Quraiẓa durch die Truppen Mohammeds unterbreiteten die Banū Quraiẓa zwei Angebote zur gewaltfreien Übergabe der Festung: zunächst boten sie an, die Festung mit all ihrem Hab und Gut zu verlassen. Als dieses Angebot abgelehnt wurde, boten sie an ohne ihr Hab und Gut abzuziehen. Auch dieses Angebot wurde abgelehnt. Statt dessen forderten die Belagerer eine bedingungslose Kapitulation der Festung.

Die Banū Quraiẓa beschlossen daraufhin, in Erwartung einer milden Behandlung, die Festung aufzugeben und zu kapitulieren.

Ibn Ishaq beschreibt das Ende der Banū Quraiẓa folgendermaßen:
“Schließlich mußten sich die Quraiza ergeben, und der Prophet ließ sie im Gehöft der Bint Harith, einer Frau vom Stamme Nadjjar, einsperren. Sodann begab er sich zum Markt von Medina, dort, wo heute noch der Markt ist, und befahl, einige Gräben auszuheben. Als dies geschehen war, wurden die [männlichen] Quraiza geholt und Gruppe um Gruppe in den Gräben enthauptet.”

Bei diesem Ereignis wurden etwa 400 bis 900 Stammesangehörige der Banū Quraiẓa getötet. Die weiblichen Angehörigen des Stammes und die Kinder wurden versklavt.

Der Historiker Michael Lecker vertritt die Ansicht, dass die Vernichtung der Banū Quraiẓa ein Novum auf der Arabischen Halbinsel war: Vor der Entstehung des Islam sei unter den Arabern die Vernichtung des Feindes nie ein Kriegsziel gewesen.
Michael Lecker: On Arabs of the Banu Kilab executed together with the Jewish Banu Qurayẓa. In: Jerusalem Studies in Arabic and Islam 19 (1995). S. 66

 

Geschrieben von Claus am 6. Mai 2008 | Abgelegt unter Islamische Expansion, Massaker, Schlachten | Keine Kommentare

Schlacht von Uhud (625 n.Chr.)

Die Schlacht von Uhud war die Reaktion der Mekkaner auf die Schlacht von Badr. Die Streitmacht Mohammeds war deutlich unterlegen, unter anderem da eigene Truppenteile (1/3 der Streitmacht) dessertierten um der Vernichtung zu entgehen. Nach anfänglichem Kriegsglück wendete sich das Schicksal gegen die Anhänger Mohammeds und die Schlacht ging verloren.
Mohammed wurde in der Schlacht verwundet und musste von seinen Anhängern in Sicherheit gebracht werden.
Warum die Mekkaner die Gunst der Stunde nicht nutzten und Medina angriffen, ist nicht überliefert.

Geschrieben von Claus am 6. Mai 2008 | Abgelegt unter Allgemein, Schlachten | Keine Kommentare

Schlacht von Badr (624 n.Chr.)

Die Schlacht von Badr fand am 17.03.624 n.Chr. statt. Die Schlacht gilt als Meilenstein in der Geschichte des Islam. Vor dieser Schlacht waren die Muslime und Mekkaner bereits mehrfach in Gefechte verwickelt. Die Muslime unter Mohammed griffen weiter mekkanische Karavanen und Siedlungen an (623 n.Chr und 624 n.Chr.), die Mekkaner nahmen Rache für diese Angriffe.
Auch die Schlacht von Badr entwickelte sich aus einem Überfall Mohammeds auf eine Karavane der Quraisch als plötzlich eine zahlenmäßig weit größere Streitmacht der Mekkaner auftauchte und Mohammed überraschte.
Wie durch ein Wunder konnten die Muslime die Schlacht jedoch für sich entscheiden. Wichtige Anführer der Quraisch (u.a. Amr ibn Hisham, einer der damaligen Hauptgegner Mohammeds) wurden in der Schlacht getötet, zwei weitere (Amr ibn Hisham und Umayyah) wurden nach ihrer Gefangennahme hingerichtet. Die Quraisch verloren rund 15% ihrer Streitmacht (nach der Überlieferung 70 Tote und 70 Gefangene) während die Muslime mit 14 Toten rund 4% ihrer Stärke verloren.
Obwohl die Karavane selbst flüchten konnte war der materielle Gewinn aus der Beute (Waffen und Rüstungen der mekkanischen Streitmacht) und den Lösegeldern für die Gefangenen beträchtlich.
Doch der Tod der Anführer der Quraisch hatte noch einen anderen Gewinner: auf Seiten der Mekkaner übernahm nun Abu Sufyan die Macht. Er war es auch, der nur sechs Jahre später in Mekka kampflos kapitulierte und zum Islam übertrat.

Geschrieben von Claus am 6. Mai 2008 | Abgelegt unter Islamische Expansion, Schlachten | Keine Kommentare

Der “Nahkle-Überfall” (624 n.Chr.)

Einer der ersten Überfälle in einer langen Reihe von Kriegszügen, die Mohammed und seine Anhänger ausführten, ist als “Nahkle-Überfall” in die Geschichte eingegangen. Mohammed und seine Männer überfielen am 1. Tag des Monats Rajab eine quaraishitische Karawane und raubten sie aus. Der Vorfall sorgte bei den Mekkanern für einigen Aufruhr, da in den vier heiligen Monaten Moharram, Rajab, Zi-Qada und Zi-Hajja Kämpfe nach altem arabischen Brauchtum verboten waren.

Zur Rechtfertigung des völlig unprovozierten Angriffs auf die Karavane empfing Mohammed durch “Gabriel” folgende Sure:

2. Sure, Vers 217
“Befragen sie dich aber über Krieg im heiligen Monat Moharram so antworte: “Schlimm ist es, Kämpfe in diesem zu führen; doch abzuweichen von Allahs Weg, ihn und seine heilige Moschee zu verleugnen und sein Volk aus derselben zu vertreiben, ist noch weit schlimmer. Die Verführung ist schlimmer als Krieg. Sie werden nicht eher ablassen, euch zu bekämpfen, bis es ihnen gelingt euch vom Glauben abzubringen.”

Bis heute wird immer wieder behauptet, Mohammed hätte sich nur gegen die ständigen Übergriffe der Mekkaner gewehrt, während er selbst doch nur in Frieden leben wollte. Schließlich sei Mohammed schon vor der Übersiedlung nach Medina in seinem Geburtsort Mekka immer wieder ein Opfer von Übergriffen gewesen. Spätestens nach dem Angriff auf diverse Karavanen war es aber nur logisch, dass die Mekkaner gewaltsam gegen die räuberischen Muslime um Mohammed vorgingen.

Geschrieben von Claus am 6. Mai 2008 | Abgelegt unter Islamische Expansion, Schlachten | Keine Kommentare

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