Monatsarchiv für Juni 2009

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Pogrom von Cordoba 1011 n.Chr.

Leider habe ich bisher zu diesem Pogrom noch keine näheren Informationen gefunden. Ich hoffe, dass ich noch einige Quellen finden kann.

Geschrieben von Claus am 7. Juni 2009 | Abgelegt unter Al´Andalus | Keine Kommentare

Pogrom von Granada 1066 n.Chr.

Am 30. Dezember 1066 n.Chr. stürmte ein muslimischer Mob den königlichen Palast von Granada und kreuzigte Joseph ibn Naghrela, einen sehr einflussreichen Juden, der zu dieser Zeit als Wesir (eine Art politischer Berater oder Minister) tätig war. Anschließend massakrierte der Mob an nur einem Tag fast die gesamte jüdische Bevölkerung in Granada: 1.500 jüdischer Familien, insgesamt ca. 4.000 Menschen.

Die Stimmung war zuvor von Abu Ishak of Elvira, einem fanatischen arabischen Poeten, der hasserfüllte Gedichte über Joseph ibn Naghrela veröffentlicht hatte:
«Diese Juden, die früher auf den Abfallhaufen einen Fetzen buntes Tuch suchten, um ihre Toten zu begraben, [...] haben nun Granada unter sich aufgeteilt [...]. Sie ziehen Tribute ein und kleiden sich hochelegant [...], und der Affe Josef hat sein Haus mit Marmor ausgelegt [...]. Eilt, um ihm die Kehle durchzuschneiden; er ist ein feister Hammel, nehmt ihm sein Geld weg, denn ihr verdient es eher als er!»

Der berühmteste Jude des maurischen Spanien, der grosse Philosoph und Arzt Maimonides, verfasste sein Werk in Kairo im Exil. Als er 1149 als Vierzehnjähriger mit seiner Familie vor den Judenverfolgungen aus Córdoba floh, existierten bereits kaum mehr christliche oder jüdische Gemeinden in al-Andalus. Später schrieb er in einem oft zitierten Brief an die Juden des Jemen, die von den dortigen Pogromen berichtet hatten: «Bedenkt, meine Glaubensgenossen, dass Gott uns unserer grossen Sündenlast wegen mitten unter dieses Volk, die Araber, geschleudert hat [...]. Nie hat uns ein Volk so beschwert, erniedrigt, gedemütigt und gehasst wie sie [...], wir wurden von ihnen in unerträglicher Weise entehrt.»

Geschrieben von Claus am 7. Juni 2009 | Abgelegt unter Al´Andalus | Keine Kommentare

Eroberung Karthago (698 n.Chr.)

Im Jahr 698 n.Chr. wird Karthago vom arabischen Feldherrn Hassan ibn an-Numan mit 40.000 Mann belagert. Die byzantinische Flotte wird Karthago zu Hilfe gesandt und kann zunächst auch gute Erfolge erzielen. Später musste sich die Flotte aber in Richtung Kreta zurückziehen und der Weg für die Eroberung und Zerstörung Kartagos ist frei. Das prächtige Karthago, früherer Hauptfeind Roms, dient in den folgenden Jahrzehnten als Lieferant von Baumaterial für muslimische Städte.

Der Fall Kartagos darf nicht unterschätzt werden. Karthago galt als zweitwichtigste Kornkammer des Byzantinschen Reichs. Mit dem Fall Karthagos war auch die muslimische Vorherrschaft in Nordafrika gesichert. In den folgenden Jahren wurden in Nordafrika Christen und Juden vernichtet oder vertrieben. Christliche Kirchen wurden abgerissen um als Baumaterial für Moscheen zu dienen.

Und, ebenfalls nicht zu unterschätzen: der Weg in´s christliche Europa war nun auch frei! Nun lagen die Balearen, Sizilien und Sardinien in greifbarer Nähe für ständige Angriffe auf diese Inseln. Und die Invasion Spaniens konnte in aller Ruhe vorbereitet werden.

In heutiger Zeit wird von muslimischer Seite oft behauptet, die muslimischen Expansion sei ein Akt der muslimischen Selbstverteidigung gewesen. Betrachtet man aber die Leichtigkeit, mit der sich die muslimischen Truppen entlang der Nordküste Afrikas bewegten und wie schnell Byzanz schlussendlich vernichtet wurde, stellt sich die Frage: gegen wen mussten sich die muslimischen Araber eigentlich verteidigen? Byzanz war offensichtlich viel zu schwach um sich selbst zu behaupten, geschweige denn eine Gefahr für die Muslime darzustellen.
Vielmehr muss man zum Schluss kommen, dass die Kriegszüge reine Eroberungs- und Vernichtungsfeldzüge darstellten. Die arabischen Angreifer waren scheinbar selbst überrascht über die Leichtigkeit ihrer Angriffe. Wie sonst ist es zu erklären, dass die Infrastruktur in den vorhandenen Städte nicht genutzt sondern zerstört wurde. Man könnte meinen, dass die Muslime rechneten gar nicht damit, die Städte später halten zu können. Statt dessen stürmten die Invasoren auf der Jagd nach Beute (Güter und Sklaven) schnell voran und hinterliessen eine breite Blutspur in Afrika und Ägypten.

Geschrieben von admin am 2. Juni 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

Eroberung Tripolis (643 n.Chr.)

Im Jahr 643 n.Chr. erobern muslimische Truppen Tripolis. Die überlebenden jüdischen und christlichen Frauen und Kinder werden in die (Sex-) Sklaverei verschleppt, die Männer müssen künftig erdrückende Steuern (Dhimmi-Steuer) zahlen. In den kommenden Jahren sehen sich die Juden und Christen in Tripolis immer wieder Übergriffen und Pogromen ausgesetzt. Zudem wird in Tripolis laut den Chronisten die so genannten “Knabenlese” praktiziert, d.h. ein Fünftel der neugeborenen Knaben werden den Eltern weggenommen und zu Janitscharen ausgebildet oder als Sex-Sklaven verkauft. Insgesamt scheint der Bedarf an jugendlichen, männlichen Sex-Slaven recht hoch gewesen zu sein und viele muslimische Dichter dieser Zeit rühmen den Verkehr mit den bartlosen Knaben.

Geschrieben von admin am 2. Juni 2009 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare